Ninestar wird zu Pantum – Der Konzern hinter G&G ändert seinen Namen
Der chinesische Druckerkonzern Ninestar plant eine der größten Markenveränderungen seiner Unternehmensgeschichte: Künftig soll der Konzernname stärker an die international bekannte Druckermarke Pantum angepasst werden. Aus der Ninestar Corporation wird die Pantum Technology Co., Ltd.
Die Entscheidung zeigt, wie wichtig Pantum inzwischen innerhalb der Unternehmensgruppe geworden ist. Während Ninestar ursprünglich vor allem als Hersteller kompatibler Druckerpatronen und Chips bekannt wurde, entwickelte sich Pantum in den vergangenen Jahren zu einer weltweit erfolgreichen Druckermarke.
Vom Patronenhersteller zum Druckerkonzern
Die Geschichte von Ninestar begann im Jahr 2000 in Zhuhai in China. Damals konzentrierte sich das Unternehmen hauptsächlich auf kompatible Druckerpatronen und Toner. Besonders die Marke G&G wurde international schnell bekannt.
Mit der Zeit investierte der Konzern jedoch immer stärker in eigene Technologien:
- Druckerchips
- Tonerentwicklung
- Firmware
- Laserdruckwerke
- eigene Druckerplattformen
Ein entscheidender Meilenstein war schließlich die Einführung der Marke Pantum im Jahr 2010. Pantum entwickelte den ersten chinesischen Laserdrucker mit eigener Kerntechnologie.
Pantum wird zur globalen Marke
Während der Name Ninestar außerhalb der Druckerbranche vergleichsweise wenig bekannt blieb, entwickelte sich Pantum in vielen Ländern zu einer sichtbaren Druckermarke.
Besonders erfolgreich ist Pantum heute bei:
- kompakten Schwarzweiß-Laserdruckern
- Business-Multifunktionsgeräten
- preiswerten Bürodruckern
- A4-Laserdruckern
- wachsenden internationalen Märkten
Die Marke ist mittlerweile in über 100 Ländern vertreten und gehört in einigen Regionen bereits zu den am schnellsten wachsenden Druckerherstellern.
Warum die Umbenennung sinnvoll ist
Aus Marketingsicht ist die stärkere Ausrichtung auf Pantum nachvollziehbar. Für viele Endkunden ist Pantum deutlich greifbarer als der eher technische Konzernname Ninestar.
Hinzu kommt: Pantum steht heute für komplette Drucklösungen, während Ninestar historisch stärker mit kompatiblen Verbrauchsmaterialien verbunden wird.
Die strategische Neuausrichtung könnte deshalb mehrere Ziele verfolgen:
- stärkere internationale Markenwahrnehmung
- klarere Positionierung im Druckermarkt
- mehr Fokus auf eigene Druckertechnologie
- größere Unabhängigkeit von OEM-Herstellern
- Ausbau des Businessdrucker-Geschäfts
Was bedeutet das für G&G?
Für die Marke G&G dürfte sich durch die Umbenennung zunächst wenig ändern. G&G bleibt weiterhin die internationale Marke für kompatible Toner, Tintenpatronen und Druckerzubehör innerhalb der Unternehmensgruppe.
Im Gegenteil: Die stärkere Konzentration auf Pantum als Druckermarke könnte langfristig sogar die Wahrnehmung der gesamten Unternehmensgruppe stärken.
Heute deckt der Konzern nahezu die komplette Drucker-Wertschöpfungskette ab:
- Drucker
- Toner
- Tintenpatronen
- Chips
- Firmware
- Druckwerke
- Lasertechnik
Pantum als Symbol für Chinas Technologieaufstieg
Die Entwicklung von Pantum gilt in China als technologisch bedeutend. Der Markt für Laserdrucker wurde jahrzehntelang fast ausschließlich von japanischen und amerikanischen Unternehmen dominiert.
Mit Pantum entstand erstmals eine chinesische Druckermarke mit eigener Laserdruckerplattform und eigener Kerntechnologie.
Die geplante Umbenennung des Konzerns zeigt deshalb auch, wie stark sich die weltweite Druckerbranche verändert hat. Chinesische Unternehmen spielen heute eine deutlich größere Rolle als noch vor 20 Jahren.

